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Sozialwerk will im JuLiA-Zentrum eine Außenstelle etablieren und selbst als Investor auftreten

„Die Zahnräder greifen sauber ineinander“, stellt Sozialwerk-Geschäftsführer Jürgen Weber fest. Und das aus gutem Grund. Denn jüngst hat die Gemeinde Jungingen das Baugelände für das künftige JuLiA-Zentrum erworben. Parallel befasste sich der Gesamtvorstand des Sozialwerk-Trägervereins mit weiteren Überlegungen hinsichtlich des Engagements in Jungingen. Bisher war klar, dass das Sozialwerk Hechingen und Umgebung im JuLiA-Zentrum auf Mietbasis eine Tagespflege einrichten und betreiben sowie auch diverse Dienstleistungen im Rahmen des Service-Wohnens für Senioren erbringen würde.

Doch nun soll das Sozialwerk-Paket einige Nummern größer ausfallen. Der Vorstand ermächtigte seinen Vorsitzenden Jürgen Ulrich, Pflegedienst- und Verwaltungsleiterin Christiane Straßer sowie Geschäftsführer Jürgen Weber, der Gemeinde Jungingen anzubieten, dass das Sozialwerk auch als Bauinvestor auftreten und zusammen mit den Kaufinteressenten bezüglich der Seniorenwohnungen eine Bauherrengemeinschaft bilden und dabei koordinierend tätig sein könnte.

„Wir stehen als Hauptinvestor zur Verfügung“, bekräftigt Jürgen Ulrich. Es ist nun beabsichtigt, im JuLiA-Zentrum eine Außenstelle des Sozialwerks zu etablieren mit zwei Funktionseinheiten: 1 Team Tagespflege und 1 Team Sozialstation. „Unsere Fachkräfte wären dann vor Ort. Das könnte auch für die Bewohner des Hauses von Vorteil sein“, blickt Christiane Straßer voraus und ergänzt, dass außerdem mit dem Helferkreis des Vereins Seniorenbetreuung Jungingen eng kooperiert wird.

Den gemeinnützigen Charakter des Ganzen betont Jürgen Weber. Seine Überlegung in diesem Zusammenhang: „Denkbar wäre ja, dass die Gemeinde Jungingen das Bauareal auf erbbaurechtlicher Basis in das Projekt einbringt“.

„Es sei noch angemerkt, dass die gesundheitsfördernde Infrastruktur in Jungingen insgesamt durch eine Sozialwerk-Außenstelle deutlich gestärkt werden könnte und dies über die sehr erfreuliche Präsenz der beiden Allgemeinärzte, des Zahnarztes, der Therapeuten sowie der Apotheke hinaus“, sieht Jürgen Ulrich für die ganze Gemeinde einen strukturellen Mehrwert.

Mit Schreiben vom 21. Mai 2021 wurden Bürgermeister Oliver Simmendinger sowie die Junginger Gemeinderätinnen und Gemeinderäte entsprechend informiert, auch verbunden mit der Hoffnung auf eine positive Rückmeldung. Und es wurde in jenem Schreiben außerdem eine gemeinsame vertiefende Erörterung der Gesamtthematik angeregt.

Zusatz-Info   

Jürgen Weber hatte als Sozialwerk-Geschäftsführer und Junginger Bürger im Herbst 2018 einen Projekte-Katalog für die Intensivierung der Seniorenarbeit entwickelt und dafür gleich auch einen eingängigen Namen, nämlich „JuLiA“ (Junginger Lebenswelten im Alter), ersonnen.

Im Dezember desselben Jahres folgte die Gründung des gemeinnützigen Vereins „Seniorenbetreuung Jungingen“ als Trägerorganisation für einen örtlichen Helferkreis. Seit der staatlichen Anerkennung der Angebote zur Unterstützung hilfebedürftiger älterer Menschen im Mai 2019 sind die Helferinnen und Helfer im Rahmen ihres freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements aktiv   -   derzeit allerdings pandemiebedingt deutlich eingeschränkt.

Zu besagtem Projekte-Katalog zählt auch eine Tagespflegeeinrichtung sowie die Schaffung von Räumlichkeiten, welche barrierefreies Service-Wohnen für Senioren ermöglichen. Bei Jürgen Weber haben sich immerhin schon Kaufinteressenten für neun solcher Wohnungen gemeldet; ebenso zwei Mietinteressenten.

Der Startschuss für das JuLiA-Zentrum rückt erkennbar näher, nachdem der Gemeinderat die Standort- und Grunderwerbsentscheidung getroffen hat, das Baugelände daraufhin bereits erworben wurde und das Sozialwerk jetzt mit einem beachtenswerten Angebot aufwartet.      

 


 

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