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Sozialwerk-Mitgliederversammlung 2021 wurde nun nachgeholt

Wegen der Corona-Pandemie musste die letztjährige Mitgliederversammlung des
Sozialwerk Hechingen und Umgebung e.V. verschoben werden. Jetzt konnte sie
stattfinden.

Die üblichen Regularien wurden zügig abgehandelt. Kein Wunder, denn die
Leistungs- und Wirtschaftsdaten waren allesamt positiv, weshalb es schließlich
Bürgermeister Manfred Haug aus Rangendingen nach eigenem Bekunden leicht fiel,
die einmütige Entlastung des Gesamtvorstandes des Sozialwerk-Trägervereins
herbeizuführen, verbunden mit Worten der Anerkennung.

Im Einzelnen: 2021 wurden von den Sozialstation-Teams 57.891 Hausbesuche
absolviert. Das SAPV-Team betreute im gesamten Zollernalbkreis 429 Patienten
und deren Angehörigen. Die ansonsten sehr gut frequentierte Tagespflege mit 15
Plätzen verzeichnete im Jahr 2021 wegen coronabedingter Einschränkungen
lediglich eine Belegung von 11,8 im Durchschnitt. Und doch kümmerte sich das
Tagespflege-Team monatlich um insgesamt 42 bis 48 Gäste.
Das Sozialwerk-Eigenkapital ist auf rund 2,1 Millionen Euro angewachsen. Davon
sind rund 1,1 Millionen für investive Zwecke verfügbar.

Im Vorwort zum Bericht der Geschäftsleitung formulierten Jürgen Weber und
Christiane Straßer wie folgt: „Wir dürfen uns darüber freuen, dass es gelungen ist,
trotz zahlreicher coronabedingter Einschränkungen und Belastungen gut über die
Runden zu kommen. Das ist gemeinsam und aus eigener Kraft erreicht worden.
Denn es wurden, wie schon seit sehr vielen Jahren, keine kommunalen oder
kirchlichen Betriebskostenzuschüsse benötigt. Erwähnenswert ist in diesem
Zusammenhang auch, dass wir im Jahr 2021 rund 23.500 Euro an
Mitgliedsbeiträgen sowie rund 81.750 Euro an privaten Zuwendungen
(Vermächtnisse und Spenden) verbuchen konnten. Unsere Sozialwerk-Stiftung
steuerte ebenfalls 1.840 Euro bei. Den aktuell 1059 Vereinsmitgliedern sowie allen
Spendern sei herzlich gedankt! Wir möchten uns aber auch besonders bedanken
bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die verlässlich mitgeholfen haben,
die schwierigsten Situationen zusammen mit dem Führungskreis zu meistern.
Außerdem danken wir der Vorstandschaft des Trägervereins für die Unterstützung
und das Vertrauen“.

Vorstandsvorsitzender Jürgen Ulrich dankte ebenfalls für die besonderen
Leistungen in allen Tätigkeitsbereichen. Im Rahmen seines Berichts musste er
allerdings auch noch einen Wermutstropfen verabreichen. Jürgen Ulrich: „Das
Sozialwerk Hechingen und Umgebung kann wegen immens gestiegener Bau- und
Finanzierungskosten jetzt nicht ohne weiteres den erhofften Startschuss für das
Großprojekt ´Seniorenzentrum Jungingen` geben“. Er betonte, dass die aktuelle
Entscheidung des Junginger Gemeinderates pro Seniorenzentrum und Sozialwerk
zwar sehr zu begrüßen sei, sich jedoch der recht lange Meinungs- und Entscheidungsfindungsprozess in Jungingen auf das Sozialwerk so auswirken werde, dass statt zuletzt 1,8 Millionen Euro nun mindestens 2,4 Millionen Euro zu finanzieren seien. Hinzu kämen höhere Kreditzinsen. Das von Geschäftsführer Jürgen Weber geschnürte, im Mai 2021 vom Sozialwerk-Gesamtvorstand abgesegnete und damals sogleich dem Bürgermeister sowie den Gemeinderäten übermittelte „Rundum-sorglos-Paket“ für ein Seniorenzentrum in Jungingen lasse sich nur dann umsetzen, wenn die nicht vom Sozialwerk zu verantwortende Finanzierungslücke vorher geschlossen werde.

Am Ende der Mitgliederversammlung wurde noch die Satzung des Sozialwerk-Trägervereins per einmütigem Beschluss aktualisiert.

Zusatz-Info zu JuLiA-Seniorenzentrum

Im Mai vorigen Jahres unterbreitete das Sozialwerk Hechingen und Umgebung der Gemeinde Jungingen den Vorschlag, das JuLiA-Seniorenzentrum (JuLiA=Junginger Lebenswelten im Alter) eventuell zusammen mit Wohnungsinteressenten als so genannte Bauherrengemeinschaft zu verwirklichen. Das Sozialwerk würde auch das Projekt koordinieren und selbst investieren, so das Angebot. Auf der Basis des Preisniveaus im Frühjahr 2021 war bezüglich des auf das Sozialwerk entfallenden Investitionsanteils mit rund 1,6 Millionen Euro zu rechnen, im Herbst dann mit 1,8 Millionen Euro. Aktuell wurden nun 2,4 Millionen Euro ermittelt.

Das Sozialwerk-Nutzungskonzept für das künftige Seniorenzentrum in Jungingen umfasst Appartements für barrierefreies Service-Wohnen, darunter mehrere unmittelbar benachbarte Kleinappartements mit einem Gemeinschaftsbereich, was auch die Bildung einer ambulant betreuten Senioren-WG ermöglicht. Es gibt bereits etliche Kaufinteressenten.

Vorgesehen ist zudem eine Außenstelle des Sozialwerks mit Räumen für die Tagespflege und ein Sozialstation-Team sowie Verwaltungsbüros und einem separat nutzbaren Multifunktionsbereich für Besprechungen, Sitzungen, Gruppenarbeit, eventuell Mittagstisch für Bewohner des Hauses und Externe, private Anlässe der Hausbewohner oder auch gemeindliche Seniorenarbeit (z.B. offene Treffen, Spielenachmittage). Letzteres würde Jungingen eine Begegnungsstätte bescheren, organisiert vom Sozialwerk.


Foto

Bei der Sozialwerk-Mitgliederversammlung: Pflegedienst- und Verwaltungsleiterin Christiane Straßer, Vorsitzender Jürgen Ulrich und Geschäftsführer Jürgen Weber
 

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